Supervision

Supervision will die Freude an der Arbeit heben.

Die Erfahrung zeigt: Wenn wir etwas gern tun, dann machen wir es auch besser. Deshalb werden in der Supervision verschiedene Faktoren der Arbeitszufriedenheit überprüft:

  • Arbeitsmenge
  • Gestaltbarkeit der eigenen Arbeit
  • Gemeinschaft mit den Kolleg*innen
  • Wertschätzung durch Vorgesetzte
  • Fairness am Arbeitsplatz
  • Werte: Grad der Übereinstimmung von eigenen Werten mit jenen der Organisation

Das wichtigstes Instrument der Supervision ist die Reflexion: Gleichsam wie von oben betrachten die Supervisand*innen ihr System. Sie machen sich bewusst, was gut läuft und suchen – im Rahmen der organisationalen Möglichkeiten – gemeinsam nach bestmöglichen Lösungen für die beruflichen Herausforderungen.

Ich versuche in die Supervision verschiedene kreative Methoden einzubringen, die die inneren Bilder visualisieren: Aufstellungen mit dem Systembrett, Finden von passenden Metaphern oder Skizzen am Flipchart.


Aktuelles

Konstantin Wecker über „Herrschaftsfrei Leben“

Der bayrische Liedermacher Konstantin Wecker, ein überzeugter Anarchist, hat über mein Buch „Herrschaftsfrei Leben“ eine tolle Rezension geschrieben:

Beim Autor des Verses „Nein, ich hör nicht auf zu träumen von der herrschaftsfreien Welt“ rannte Markus Pühringer mit diesem Buch gewiss offene Türen ein. Ich habe mich schon sehr lange als Anarchist verstanden, weniger auf der Basis ausgiebigen Theorie-Konsums, sondern aufgrund eines instinktiven Unbehagens. Warum muss es immer und überall jemanden geben, der bestimmt und regiert? Wodurch qualifizieren sich Machthaber dafür, Macht über uns zu haben? Und sprechen nicht fast alle Erfahrungen mit den herrschenden „Eliten“ unserer Zeit der Behauptung Hohn, nur stramme Hierarchien könnten der Menschheit das Heil bringen? Nein, nur allzu offensichtlich dient Herrschaft der Absicherung einer von den Systemgewinnern erwünschten sozialen Ungleichheit.

Das Wunderbare an Markus Pühringers Buch ist aber gerade, dass er nicht bei der Beobachtung des Naheliegenden stehen bleibt: bei den vielen empörenden Erscheinungsformen von Gewalt und Despotismus; nein, Pühringer schürt tiefer und deutet die Menschheitsgeschichte als eine Aufeinanderfolge von Paradies, Vertreibung und anzustrebender Heimkehr. Dieser Dreischritt ist nicht vollkommen neu und wurde auch z.B. von den Frühromantikern so gedacht; In seiner modernisierten Version legt der Autor aber glaubwürdig dar, wie das Trio Infernal aus Herrschaft, Kapitalismus und Patriarchat unser Ökosystem und nicht zuletzt viele Seelen geschädigt hat.

Pühringer demontiert den „Mythos der Heil bringenden Herrschaft“. Heute spricht man meist von einem „Narrativ“, einer Erzählung, der sich so viele unterworfen haben und noch immer unterwerfen, weil sie weder aus persönlicher Erfahrung noch aus den Geschichtsbüchern etwas anders kennen als den plumpen Skat-Grundsatz „Der Ober sticht den Unter“. Was aber 6000 Jahre lang gültig war, ist deshalb nicht automatisch auch heilsam. Wir können im 6001. Jahr damit beginnen, umzudenken und uns gegen die Zumutung patriarchaler Gewalt- und Geldherrschaft zu wehren. Und dieser Prozess ist ja längst im Gang. Ich bin schon lange der Überzeugung, dass unsere Welt weiblicher werden muss, um zu gesunden. Weiblich in einem allgemeineren Sinn als eine Zunahme von sozialem Mitgefühl, Ausgleich, Zärtlichkeit und Intuition. (Der Verweis auf konkrete mächtige Frauen wie von der Leyen und Kramp-Karrenbauer führt hier eher in die Irre.)

Markus Pühringer hat die großartige Arbeit geleistet, uns zu den Wurzeln der globalen Misere zu führen und zugleich einen gangbaren Ausweg aus der Krise zu zeigen – basierend auf den Prinzipien Bewusstsein, Verbundenheit und Gerechtigkeit. Unbedingt empfehlenswert!

 

Rezension: siehe auch auf dem Blog von Konstantin Wecker: „Hinter den Schlagzeilen“

 

Lesen

Di 21.1.20: Dem eigenen Wesen auf der Spur – Mythenspiel

Wir spielen an einem Abend jeweils ein Märchen (bzw. eine Geschichte) nach.

Durch das Schauspielen und die anschließende Reflexion wollen wir unsere eigenen Potenziale neu entdecken. Wir tauschen uns aus und machen uns auf Entdeckungsreise zu den verschiedenen Facetten unseres Wesens.

  • Wer bin ich eigentlich?
  • Was erfahre ich über mich, wenn ich in eine andere Rolle schlüpfe?

Zeit: Di 21. Jänner 2020, 18.15 bis 20.15 Uhr

Ort: URBI@ORBI, Bethelehemstraße 1a, 4020 Linz (nähe Taubenmarkt)

Referent: Markus Pühringer

Kosten: keine, Anmeldung erbeten unter urbi.orbi@dioezese-linz.at

Weitere Infos: https://www.dioezese-linz.at/institution/8830/kalender/calendar/16504687.html

 

Weiterere Termin

  • Do 13. Februar 2020, 18:15-20:15 Uhr
  • Do 12. März, 18:15-20:15 Uhr
  • Do 9. April, 18:15-20:15 Uhr
  • Do 14. Mai, 18:15-20:15 Uhr

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